Was kostet eine Unternehmensbewertung?

Die häufigste Frage meiner Mandanten – und eine, die ich transparent beantworten möchte.

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber hier sind Richtwerte

Die Kosten einer Unternehmensbewertung hängen von Bewertungsanlass, Unternehmensgröße und -komplexität sowie dem gewünschten Dokumentationsgrad ab.

Preisbandbreiten

Wertindikation

Erste Orientierung über den Unternehmenswert. Geeignet als Entscheidungsgrundlage oder zur Vorbereitung auf Verhandlungen. Preisrahmen: niedriger vierstelliger Bereich.

Kurzgutachten / Stellungnahme

Methodisch fundiert, aber mit verkürzter Darstellung. Für außergerichtliche Einigungen und Orientierungszwecke. Preisrahmen: mittlerer bis oberer vierstelliger Bereich.

Vollgutachten nach IDW S1

Maximale Dokumentationstiefe mit vollumfänglicher Plausibilitätsbeurteilung. Gerichts- und prüfungsfest. Preisrahmen: fünfstelliger Bereich.

Die drei Formate im Vergleich

FormatGeeignet fürGerichts-/prüfungsfest?Preisrahmen
WertindikationErste Orientierung, Verhandlungsvorbereitung, VerkaufsentscheidungNein – Orientierungswertniedriger vierstelliger Bereich
Kurzgutachten / StellungnahmeAußergerichtliche Einigung, Plausibilisierung, EinspruchsverfahrenBedingt – je nach Anlassmittlerer bis oberer vierstelliger Bereich
Vollgutachten nach IDW S1Gericht, Betriebsprüfung, Finanzamt, streitige AbfindungJafünfstelliger Bereich

Transparentes Angebot: Nach einem kurzen Erstgespräch (kostenlos und unverbindlich) erhalten Sie ein konkretes Festpreisangebot. Keine versteckten Kosten.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

  • Unternehmensgröße und -komplexität: Ein Einzelunternehmen mit klarer Ergebnisstruktur ist schneller bewertet als eine GmbH-Holding mit Tochtergesellschaften.
  • Bewertungsanlass: Ein steuerliches Gutachten erfordert andere Dokumentation als ein Gutachten für Kaufpreisverhandlungen.
  • Qualität der Unterlagen: Gut aufbereitete Jahresabschlüsse reduzieren den Aufwand erheblich.
  • Dokumentationsgrad: Vollgutachten (neutraler Gutachter) vs. Stellungnahme (neutraler Sachverständiger) vs. Wertindikation (Berater).

Wann sich die Investition rechnet

Bei steuerlicher Bewertung: Das vereinfachte Ertragswertverfahren des Finanzamts ergibt bei KMU regelmäßig einen Wert, der 30–60 % über dem IDW-S1-Wert liegt. Ein Gutachten kann eine Steuerersparnis im sechsstelligen Bereich bedeuten. Mehr zur steuerlichen Bewertung →

Bei Gesellschafterstreit: Wenn die Abfindungsvorstellungen sechsstellig auseinanderliegen, sind Gutachterkosten eine sinnvolle Investition in Rechtssicherheit. Mehr →

Bei Unternehmensverkauf: Ein Verkäufer ohne professionelle Bewertung verschenkt erfahrungsgemäß 15–30 % des möglichen Kaufpreises. Mehr →

Rechenbeispiel: Kosten vs. Hebel (vereinfacht)

Eine GmbH wird verschenkt. Das vereinfachte Ertragswertverfahren des Finanzamts ergibt 2,4 Mio. € – ein IDW-S1-Gutachten kommt unter Berücksichtigung von Unternehmerlohn und individuellem Kapitalisierungszins auf 1,6 Mio. €. Die um 800.000 € niedrigere Bemessungsgrundlage spart – je nach Steuerklasse und Freibeträgen – schnell eine sechsstellige Schenkungsteuer. Dem stehen Gutachtenkosten im fünfstelligen Bereich gegenüber. Dieselbe Logik gilt bei Abfindungen: In einem realen Fall lagen Forderung (1,2 Mio. €) und objektivierter Wert (740.000 €) fast eine halbe Million auseinander – mehr dazu.

So halten Sie die Kosten niedrig

  • Unterlagen vollständig liefern: Die letzten drei Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Gesellschaftsvertrag und – falls vorhanden – eine Unternehmensplanung. Gut aufbereitete Unterlagen senken den Aufwand spürbar.
  • Das richtige Format wählen: Nicht jeder Anlass braucht ein Vollgutachten. Im Erstgespräch kläre ich, welches Format wirklich nötig ist – manchmal genügt die Wertindikation als Einstieg, die sich später zum Gutachten ausbauen lässt.
  • Früh starten: Wer erst im laufenden Gerichtsverfahren bewertet, zahlt doppelt – ein frühes Privatgutachten kann eine außergerichtliche Einigung ermöglichen, bevor Gerichts- und Sachverständigenkosten entstehen.
  • Erst grob rechnen: Eine erste Bandbreite liefert Ihnen die Seite EBIT-Multiplikatoren nach Branchen – kostenlos und in wenigen Minuten.

Häufige Fragen zu den Kosten

Ein Vollgutachten nach IDW S1 liegt im fünfstelligen Bereich – abhängig von Unternehmensgröße, Komplexität und Bewertungsanlass. Nach einem kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie ein konkretes Festpreisangebot ohne versteckte Kosten.

Eine Wertindikation beginnt im niedrigen vierstelligen Bereich. Die allererste Einschätzung – ob und welches Format sich für Ihren Fall lohnt – ist kostenlos: Sie schildern den Anlass, ich antworte innerhalb von 24 Stunden.

Das hängt vom Anlass ab: Bei betrieblicher Veranlassung (Unternehmensverkauf, Umstrukturierung, Betriebsprüfung) sind die Kosten regelmäßig als Betriebsausgaben abziehbar; bei privaten Anlässen wie dem Zugewinnausgleich in der Regel nicht. Klären Sie den Einzelfall mit Ihrem Steuerberater.

Bei vollständiger Datenlieferung in der Regel 2–4 Wochen. Bei besonders eiligen Anlässen sprechen wir Prioritäten vorab ab.

Bewertungsbedarf? Sprechen wir darüber.

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